Montag, 22. September 2014

Nicht mehr ganz Sommer, noch nicht ganz Herbst

Es waren bis zu 25° C letzte Woche, doch heute sind es nur noch 12. Morgens hängen Wassertropfen an meinem Balkongitter und der Stadtteil trägt Nebel wie einen Tüllschal. Doch schon 2 Stunden nach Sonnenaufgang leuchtet es wieder und meine Balkonpflanzen können sich gar nicht entscheiden, wie sie sich fühlen wollen. Die kleine Erdbeere und der Rosmarin entwickeln noch einmal Blüten und Triebe



- und die Tomate noch Früchte.


Letzte Woche war ich ganz übel dran mit einer Gehörgangsentzündung. Ich habe zu HNO Ärzten ein Verhältnis wie die meisten anderen Menschen zu Zahnärzten (die ich wiederum gar nicht schlimm finde) - PANIK! Jedenfalls mußte ich die Chorprobe delegieren, was ganz fantastisch geklappt hat, und wurde kurz vorher von zwei lieben Freunden besucht, die mir den genialsten Präsentkorb ever mitgebracht haben:


Ingwer, Dekosand, getrockneter Lavendel, ein Blümchen zur Zierde und einige in feuchtes Papier eingeschlagene Kräuterzweige, eine Dose Obstsalat für mich und eine Tüte Möhrchen für Sir Malachy sowie je eine Flasche Guinness und Kilkenny - und das ganze auch noch in einer roten, herzförmgen Schachtel. Ist sie nicht wunderbar?


Der Sir und ich haben bereits alles außer der Ingwerwurzel vertilgt.

Am Samstag war ich vor der Oper noch auf einem Familiengeburtstag. Ich finde ja, Nichten und Neffen sind eine großartige Erfindung. 3 von meinen kamen auf eine Stunde zu mir zu Besuch und haben es geschafft, die Wohnung in unter 5 Minuten zu verwüsten. Bei allem, was es tolles zu entdecken gab, strahlten sie mich an und zeigten es mir, damit ich es (ungeachtet der Tatsache, daß ich es bereits kenne) auch entdecken könne. Der Renner in meiner Wohnung sind für Kinder offenbar dieselben Dinge, die ich auch am meisten mag: das Kaninchen, das Klavier und interessante Behältnisse. Bei mir gibt es kleine, verspielte Schachteln und große, wuchtige Holzkisten. Die stehen nicht einfach so rum, sondern da bewahre ich auch wirklich Dinge drin auf. Alles Steuerrelevante geht zum Beispiel in eine lila Hutschachtel im Flur. Die Bettwäsche ist in der Holzkiste, die mir als Wohnzimmertisch dient. Und so weiter.

Dann am Nachmittag bei dem Geburtstag: endlich mal wieder Trampolinspringen!


Ich mußte, wie meistens, früher gehen, da ich Dienst in der Oper hatte. Dort angekommen wurde ich überraschend von einer Bekannten aus Eberswalde angesprochen, die auf gut Glück zur Wiederaufnahme von Clivia nach Berlin gefahren war. Ich schaffte es, sie trotz Kartennot noch unterzubringen und nahm sie nachher mit dem Auto zurück nach Eberswalde. Als Dankeschön dafür bekam ich mehrere Flaschen Saft, den sie aus Äpfeln aus dem eigenen Garten gemacht hat, ein paar für die Kollegen in der Oper und ein paar für mich. :)


Überhaupt, die Kollegen in der Oper… ich hatte veganen Kuchen vom Geburtstag mit. NIE sieht man so strahlende Augen wie wenn man im Stellwerk im Beisein von 4 Technikern eine Tupperdose mit Kuchen öffnet. Und dann hatte uns die Chefin auch noch Schokolade mitgebracht… :D

Gestern dann am Nachmittag eine Extraprobe mit LaFolie, danach wieder in die Oper. Dort habe ich in der Pause nach dem zweiten Akt einem kreativen Drang nachgegeben und Superhasi einen Umhang entworfen. (Für alle, die es nicht wissen: Sir Malachy ist der Clark Kent der Häschenwelt, unerschütterlicher Retter der Unschuldigen, Aufmunterer der Durchhängenden und flauschiger Herzwärmer der emotional Erstarrten - deshalb liegt er tagsüber meistens eher ruhig da. Muß sich ja erholen.)

Superhasi:


Mein Entwurf für einen (selbstverständlich rot-blauen) Umhang mit Superhasilogo drauf:



Dienstag, 9. September 2014

Wie das so ist…

Da macht man das allererste Mal öffentlich Rabatz, kündigt ein Jubiläumskonzert an, lädt alle Leute ein, die man gerne dabei hätte, und dann können 4 Sänger nicht kommen. Hmmmmbrummelbrummel. Aber da der Cantus Vitalis mittlerweile schon satte 26 Sänger zählt, haben die anderen das völlig souverän abgefangen (auch 8stimmig), und wir hatten ein unwahrscheinlich schönes kleines Konzertchen.
Die Stimmung im Saal war sehr herzlich, praktisch das gesamte Publikum folgte unserer Einladung, erst einen Titel mit uns gemeinsam zu singen und dann gemeinsam Kekse zu vertilgen und es wurde viel geplaudert und gelacht. Also: Einfach nur schön.

Die Kekse von Bäcker Wiese (die den krönenden Abschluß des Zeitungsartikels vorher gebildet hatten ^^) hatten Notenschlüsselform, waren einzeln verpackt und konnten so von uns sehr leicht mit unseren kleinen Faltflyern versehen werden, auf denen die Probenzeiten stehen.


Der Saal war lichtdurchflutet, und wir haben von der Stadt Eberswalde sogar noch eine niedrige Bühne aufgebaut bekommen:




Am Schluß gab es Geschenke - und zwar für die Sänger, denn es ist ja schließlich der Chor, der Geburtstag hat. :)  Ich hatte einen Plan gefaßt und mein Vater, der ganz findig im Umgang mit Fotoprogrammen ist, hat ihn konspirativ umgesetzt:


Auch ehemalige Sänger, die irgenwann weggezogen sind oder aus anderen Gründen nicht mehr singen können, waren da, und auch sie haben ein paar Geschenke dabeigehabt: eine Flasche Wein, eine Packung Tee (für die Probenpausen im Winter), Schokokekse. :) Da es ein unwahrscheinlich warmer Tag war, waren wir auch echt froh über die vom Globus-Naturkostladen gestellten Getränke - Säfte, Wasser und Wein, und alles ging weg.

Die anderen Eberswalder Chorleiter im Publikum und ich haben uns auch wieder einmal Gedanken darüber gemacht, wie man mal ein richtiges gemeinsames Konzert auf die Beine stellen könnte. Es gibt ja nun schon seit 2 Jahren das offene weihnachtliche Singen auf dem Marktplatz, immer am 23. Dezember, aber da geht es natürlich um etwas ganz anderes, nämlich einfach mit den Besuchern und Passanten gemeinsam ein bißchen Weihnachtsstimmung im Stadtzentrum zu verbreiten. Aber für ein regelrechtes Konzert bräuchte man einen ziemlich großen Raum (open air singt sich immer ganz übel), schon allein weil die Chöre so viel Platz wegnehmen, während gleichzeitig für das Publikum die Akustik schön sein sollte. Hmm… wir grübeln noch.

Das Kaninchenorakel sagt:

Ich will auch einen Keks!
KEKS!


Freitag, 5. September 2014

Mein Chor wird fünf!

Und wir feiern das morgen im ganz frisch eröffneten neuen Bürgerbildungszentrum in Eberswalde. Die Bäckerei Wiese wird Kekse backen, der Naturkostladen GLOBUS Getränke stellen, beides komplette Sponsorings. Und wir werden singen und haben das große Glück gehabt, zwei sehr nette Kollegen von der Märkischen Oderzeitung in der letzten Probe zu Besuch gehabt zu haben, die uns diesen schönen Artikel hier gezaubert haben (Klicken macht groß):